3 Tage nach Erstservice: Wie zum Hohn fällt zum ersten Mal seit 1-2 Wochen die Motortemperaturanzeige wieder aus. Nur bei einer von mehreren Fahrten am heutigen Tag.
Und ich bin nicht sicher, ob das Ächzen, das vom zu-viel-Spiel-im-Radlager kam, nicht schon wieder minimal anfängt. Aaaber... ich weiß jetzt, wie man das testet :-) .
Km-Stand: 3.250
Darf man sich einen Lada kaufen, wenn man kein KFZ-Mechaniker ist?
Keine Ahnung, ich probier es gerade aus!
Die Erfahrungen und Erlebnisse, Höhen und Tiefen, werde ich hier festhalten, als ein kleines Tagebuch meines Lada-Abenteuers!
Sonntag, 18. Januar 2015
Donnerstag, 15. Januar 2015
Es war soweit:
Erstservice!
Zuerst einmal gezittert nach den jüngsten Eskapaden des Radios und der Batterie: Wird er überhaupt anspringen. Ja, tut er, uff! Dann auf über die Autobahn zum Mechaniker.
Ich werde schon erwartet und es geht gleich los. Mechaniker Junior betreut mich, unterstützt vom hie und da reinschauenden Mechaniker Senior.
Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Zuerst schildere ich einmal das Problem mit der Motortemperaturanzeige, dann die schwächelnde Batterie, meine Bedenken, ob Kühlflüssigkeit ausgelaufen sein könnte und die Lichtmaschine geflutet haben könnte, das sich-selbst-einschaltende Radio. Das war mal der erste Themenbereich. Mechaniker Junior macht sich sofort ans Werk, ich entschuldige mich sicherheitshalber gleich vorher für all die Fragen, mit denen ich ihn ab sofort löchere.
Erstmal Blickkontrolle und die Feststellung: So einen trockenen Neu-Lada habe er ja noch nie gesehen. Keine Spur eines Tröpfchens von Kühlflüssigkeit irgendwo. Er testet die Lichtmaschine. Lädt normal. Er testet die Batterie dann ohne Motor: die entlädt sich. Daher schnelle Diagnose: Die Batterie ist hin. Bei einem dreieinhalb Monate alten Auto? frage ich entgeistert. Jaaa, bei den russischen Batterien ist das nicht so abwegig. Aber jetzt kommt eine schöne neue Varta Batterie hinein, die sollte etwas länger halten. Vielleicht ja sogar ein halbes Jahr.
Zum Thema Motortemperaturanzeige kann er nicth viel sagen. Die geht ja nämlich jetzt die letzten 1, 2 Wochen anstandslos. Dass mir Kühlmittel ausgelaufen wäre (ich erinnere an das Lackerl unterm Kühler zu Neujahr) wird für unwahrscheinlich gehalten, insofern das deutlich rosa hätte sein müssen. War es nicht. Ich bin mittlerweile auch geneigt zu denken, dass das nur geschmolzener Schnee war, vielleicht vermischt mit Fett aus der Konservierung. Junior-Mechaniker zieht den Stecker des Sensors ab und wieder an, versucht auch ob der Sensor fest genug reingeschraubt ist - ja, fester geht nun wirklich nicht mehr. Fazit hierzu: Beobachten!
Thema selbst-einschaltendes Radio: Ja, kenne man! Eine Möglichkeit ist einschicken und hoffen, dass was besseres zurückkommt. Die andere: Bedienteil abtrennen; das mache ich jetzt immer.
Während Mechaniker-Junior Batterie und Lichtmaschine prüft und sich den Kopf über meinen Sensor zerbricht, werkelt Mechaniker-Senior inzwischen an meiner nicht so bündig schließenden Fahrertür. Das hat er nicht vergessen und von sich aus gleich in Angriff genommen. Und tatsächlich, nachdem er fertig ist, schließt sie schön bündig mit der Karosserie ab! Dafür bekomme ich sie echt fast nicht mehr zu, jetzt brauch ich 5 statt bisher meist 3 Anläufe. Er fachsimpelt noch über die Tatsache aller Lada Nivas, nämlich dass die Fahrertür immer fester ins Schloss geschmissen weren muss als die Beifahrertür. Kein Mensch weiß warum, aber es ist so - auch bei meinem.
Nächster Themenkomplex, den ich über die kaputte Batterie schon fast vergessen hatte: Das zunehmende Ächzen unter meinem linken Fuß, v.a. beim Lenken. Zielsicher rüttelt Mechaniker-Junior am nun über unsern Köpfen schwebenden Lada am linken Vorderrad und zeigt mir, dass es zu viel gerüttelt werden kann: Zu viel Spiel im Radlager! Er nimmt die Chrom-Abdeckung runter, dann einen spitzen Gegenstand zur Hand und hämmert fröhlich drauf rum. Siehe da, danach noch ein bisschen, aber nicht mehr so viel Spiel beim Rütteln. Ich bekomme erklärt, dass der Lada - im Gegensatz zu "normalen" Autos - hier ein bisschen Spiel benötigt. "Normale" Mechaniker "normaler Autos" genauso wie diverse §57-"Pickerl"-Überprüfer würden dieses gern beanstanden und dann das Spiel auf Null stellen - schlecht, denn ein Lada 4x4 steht nach dieser Aktion nach spätestens 50km.
Aha, auch gut zu wissen.
Jetzt werden einmal alle Öle getauscht. Ich lerne, wo das hintere, das mittlere und das vordere Differential ist und tippe 3x falsch, "das ist jetzt das Getriebeöl?".
Zum Schluss gehts noch einmal in den Motorraum. Mir fällt das Quietschen vom Keilriemen wieder ein, aber Mechaniker-Junior hat schon diagnostiziert, dass der eine Spur zu locker ist und zieht ihn fester. Auch die Wasserpumpe zieht er fest, außerdem nochmal alle Schellen bei den Kühlmittelschläuchen (obwohl er nochmals voll Erstaunen die Dichtigkeit selbiger kommentiert).
Gemeinsam lugen wir noch einmal nach dem Sensor der Motortemperatur. Ich orte plötzlich dort wieder rosa Spuren. Er versucht nochmals, den Sensor festzuziehen, scheitert aber. "Das beobachten wir".
So ist der kleine Lada dann wieder fertig und bereit für die nächsten paar Tage/Wochen/Monate (?). Beim Heimfahren ächzt wirklich nichts mehr, Radio spielt, Batterie reißt den Motor wieder beruhigend unsanft aus dem Schlaf. Auf der Autobahn wage ich 120 zu fahren. Der Lada hat dann die Geräuschkulisse eines Düsenjets, aber sonst... macht es wieder Spaß, das Lada-Fahren.
Km-Stand: 3.124
Erstservice!
Zuerst einmal gezittert nach den jüngsten Eskapaden des Radios und der Batterie: Wird er überhaupt anspringen. Ja, tut er, uff! Dann auf über die Autobahn zum Mechaniker.
Ich werde schon erwartet und es geht gleich los. Mechaniker Junior betreut mich, unterstützt vom hie und da reinschauenden Mechaniker Senior.
Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Zuerst schildere ich einmal das Problem mit der Motortemperaturanzeige, dann die schwächelnde Batterie, meine Bedenken, ob Kühlflüssigkeit ausgelaufen sein könnte und die Lichtmaschine geflutet haben könnte, das sich-selbst-einschaltende Radio. Das war mal der erste Themenbereich. Mechaniker Junior macht sich sofort ans Werk, ich entschuldige mich sicherheitshalber gleich vorher für all die Fragen, mit denen ich ihn ab sofort löchere.
Erstmal Blickkontrolle und die Feststellung: So einen trockenen Neu-Lada habe er ja noch nie gesehen. Keine Spur eines Tröpfchens von Kühlflüssigkeit irgendwo. Er testet die Lichtmaschine. Lädt normal. Er testet die Batterie dann ohne Motor: die entlädt sich. Daher schnelle Diagnose: Die Batterie ist hin. Bei einem dreieinhalb Monate alten Auto? frage ich entgeistert. Jaaa, bei den russischen Batterien ist das nicht so abwegig. Aber jetzt kommt eine schöne neue Varta Batterie hinein, die sollte etwas länger halten. Vielleicht ja sogar ein halbes Jahr.
Zum Thema Motortemperaturanzeige kann er nicth viel sagen. Die geht ja nämlich jetzt die letzten 1, 2 Wochen anstandslos. Dass mir Kühlmittel ausgelaufen wäre (ich erinnere an das Lackerl unterm Kühler zu Neujahr) wird für unwahrscheinlich gehalten, insofern das deutlich rosa hätte sein müssen. War es nicht. Ich bin mittlerweile auch geneigt zu denken, dass das nur geschmolzener Schnee war, vielleicht vermischt mit Fett aus der Konservierung. Junior-Mechaniker zieht den Stecker des Sensors ab und wieder an, versucht auch ob der Sensor fest genug reingeschraubt ist - ja, fester geht nun wirklich nicht mehr. Fazit hierzu: Beobachten!
Thema selbst-einschaltendes Radio: Ja, kenne man! Eine Möglichkeit ist einschicken und hoffen, dass was besseres zurückkommt. Die andere: Bedienteil abtrennen; das mache ich jetzt immer.
Während Mechaniker-Junior Batterie und Lichtmaschine prüft und sich den Kopf über meinen Sensor zerbricht, werkelt Mechaniker-Senior inzwischen an meiner nicht so bündig schließenden Fahrertür. Das hat er nicht vergessen und von sich aus gleich in Angriff genommen. Und tatsächlich, nachdem er fertig ist, schließt sie schön bündig mit der Karosserie ab! Dafür bekomme ich sie echt fast nicht mehr zu, jetzt brauch ich 5 statt bisher meist 3 Anläufe. Er fachsimpelt noch über die Tatsache aller Lada Nivas, nämlich dass die Fahrertür immer fester ins Schloss geschmissen weren muss als die Beifahrertür. Kein Mensch weiß warum, aber es ist so - auch bei meinem.
Nächster Themenkomplex, den ich über die kaputte Batterie schon fast vergessen hatte: Das zunehmende Ächzen unter meinem linken Fuß, v.a. beim Lenken. Zielsicher rüttelt Mechaniker-Junior am nun über unsern Köpfen schwebenden Lada am linken Vorderrad und zeigt mir, dass es zu viel gerüttelt werden kann: Zu viel Spiel im Radlager! Er nimmt die Chrom-Abdeckung runter, dann einen spitzen Gegenstand zur Hand und hämmert fröhlich drauf rum. Siehe da, danach noch ein bisschen, aber nicht mehr so viel Spiel beim Rütteln. Ich bekomme erklärt, dass der Lada - im Gegensatz zu "normalen" Autos - hier ein bisschen Spiel benötigt. "Normale" Mechaniker "normaler Autos" genauso wie diverse §57-"Pickerl"-Überprüfer würden dieses gern beanstanden und dann das Spiel auf Null stellen - schlecht, denn ein Lada 4x4 steht nach dieser Aktion nach spätestens 50km.
Aha, auch gut zu wissen.
Jetzt werden einmal alle Öle getauscht. Ich lerne, wo das hintere, das mittlere und das vordere Differential ist und tippe 3x falsch, "das ist jetzt das Getriebeöl?".
Zum Schluss gehts noch einmal in den Motorraum. Mir fällt das Quietschen vom Keilriemen wieder ein, aber Mechaniker-Junior hat schon diagnostiziert, dass der eine Spur zu locker ist und zieht ihn fester. Auch die Wasserpumpe zieht er fest, außerdem nochmal alle Schellen bei den Kühlmittelschläuchen (obwohl er nochmals voll Erstaunen die Dichtigkeit selbiger kommentiert).
Gemeinsam lugen wir noch einmal nach dem Sensor der Motortemperatur. Ich orte plötzlich dort wieder rosa Spuren. Er versucht nochmals, den Sensor festzuziehen, scheitert aber. "Das beobachten wir".
So ist der kleine Lada dann wieder fertig und bereit für die nächsten paar Tage/Wochen/Monate (?). Beim Heimfahren ächzt wirklich nichts mehr, Radio spielt, Batterie reißt den Motor wieder beruhigend unsanft aus dem Schlaf. Auf der Autobahn wage ich 120 zu fahren. Der Lada hat dann die Geräuschkulisse eines Düsenjets, aber sonst... macht es wieder Spaß, das Lada-Fahren.
Km-Stand: 3.124
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Dienstag, 13. Januar 2015
"Was dich nicht umbringt, macht dich stark" - das schöne Sprichwort kann man wissenschaftlicher auch in das Wort "Superkompensation" verpacken. Superkompensation im Sport/Training ist, wenn man den Körper durch eine Trainingseinheit schwächt, sodass er das Bedürfnis hat, nach den nötigen Reparaturen von Muskeln, Herzkreislaufsystem, etc., alles nicht nur auf den vorherigen Zustand, sondern noch etwas besser zu bauen. Super-Kompensation. Die malträtierten Muskeln werden nicht nur wieder funktionsfähig gemacht, sondern ein bisschen stärker als vorher.
Was die Trainingseinheit mit dem Körper macht, macht der Lada mit meinen Nerven.
Immer schön neue Reize setzen, wenn die alten gerade mal verdaut sind.
Da öffne ich heut die Autotür, es war schon finster... und der Innenraum leuchtet bläulich.
Herr Lada ruft zur nächsten Nerven-Trainings-Einheit! Mein Radio läuft. Ich habs ausgeschaltet, ganz sicher. Ab gesehen davon höre ich niemals Radio, sondern nur eigene Musik vom USB. Aber warum auch immer, es läuft und dudelt fröhlich vor sich hin.
Mir schwant Übles. Beim Drehen des Zündschlüssels wird der Schwan bestätigt. Die Batterie ächzt und pfeift aus dem letzten Loch. Noch nicht ganz tot, aber anspringen, njet.
Ein paar aufgeregte Telefonate, dann entschließe ich mich nochmal, es zu versuchen... und da... auf den letzten Röchler der Batterie hin... da ist der Motor, er ist angesprungen! Herzchen klopft bis zum Hals, so ein Glück, keinen Pannendienst rufen müssen - die kennen mich ja langsam schon am Namen statt an der Mtgliedsnummer!
Hinter mir deutet mir der nächste, ich möge meinen Parkplatz verlassen, ER will da hin. Ok, ich fahre los.
Das ist heute Intervalltraining.
Denn beim Losfahren quietscht es ohrenbetäubend: uiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiiiiiiiiiiiiiii.
Ich kenne dieses Geräusch als "vom Keilriemen". Es bleibt bei jedem Anfahren, die Passanten werfen mir böse Blicke zu. Mit Dauer der Fahrt wird es seltener und kürzer, aber ist immer noch da.
Nur noch 2 Tage bis zum Erstservice, die muss die Batterie nun durchhalten! Zur Sicherheit entferne ich das Bedienteil des gespenstischen Radios mit Eigenleben.
Dann erschöpft ins Bett fallen und hoffen, dass der Superkompensations-Effekt bei meinen Nerven eintritt. Bitte reparieren. Bitte noch eine Schicht drumrum, zur Verstärkung für das nächste Mal, wenn ich mich in dieses Gefährt setze!
Km-Stand: 3.050
Was die Trainingseinheit mit dem Körper macht, macht der Lada mit meinen Nerven.
Immer schön neue Reize setzen, wenn die alten gerade mal verdaut sind.
Da öffne ich heut die Autotür, es war schon finster... und der Innenraum leuchtet bläulich.
Herr Lada ruft zur nächsten Nerven-Trainings-Einheit! Mein Radio läuft. Ich habs ausgeschaltet, ganz sicher. Ab gesehen davon höre ich niemals Radio, sondern nur eigene Musik vom USB. Aber warum auch immer, es läuft und dudelt fröhlich vor sich hin.
Mir schwant Übles. Beim Drehen des Zündschlüssels wird der Schwan bestätigt. Die Batterie ächzt und pfeift aus dem letzten Loch. Noch nicht ganz tot, aber anspringen, njet.
Ein paar aufgeregte Telefonate, dann entschließe ich mich nochmal, es zu versuchen... und da... auf den letzten Röchler der Batterie hin... da ist der Motor, er ist angesprungen! Herzchen klopft bis zum Hals, so ein Glück, keinen Pannendienst rufen müssen - die kennen mich ja langsam schon am Namen statt an der Mtgliedsnummer!
Hinter mir deutet mir der nächste, ich möge meinen Parkplatz verlassen, ER will da hin. Ok, ich fahre los.
Das ist heute Intervalltraining.
Denn beim Losfahren quietscht es ohrenbetäubend: uiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiiiiiiiiiiiiiii.
Ich kenne dieses Geräusch als "vom Keilriemen". Es bleibt bei jedem Anfahren, die Passanten werfen mir böse Blicke zu. Mit Dauer der Fahrt wird es seltener und kürzer, aber ist immer noch da.
Nur noch 2 Tage bis zum Erstservice, die muss die Batterie nun durchhalten! Zur Sicherheit entferne ich das Bedienteil des gespenstischen Radios mit Eigenleben.
Dann erschöpft ins Bett fallen und hoffen, dass der Superkompensations-Effekt bei meinen Nerven eintritt. Bitte reparieren. Bitte noch eine Schicht drumrum, zur Verstärkung für das nächste Mal, wenn ich mich in dieses Gefährt setze!
Km-Stand: 3.050
Freitag, 9. Januar 2015
Wie ging das nun weiter mit der Motortemperaturanzeige?
Nun ja, Professor Lada hat mir zuerst einmal Ferien gegeben über Weihnachten. Die Anzeige zeigte was sie soll, es gab keine weiteren Spuren mehr, dass wieder am Sensor Kühlflüssigkeit ausgetreten wäre. Gleichzeitig verkündete mir mein Mechaniker, dass er über WEihnachten und Neujahr auf Urlaub wäre und mein Erstservice - ist jetzt dringend fällig - daher erst nach dem 7.1. stattfinden kann. Blöd, aber selbst schuld, da zu spät angerufen, und der Lada fuhr ja brav, zeigte Temperatur, ich ließ ihn halt hie und da auch mal stehen, um Kilometer zu sparen.
Dann, ein paar Tage nach Weihnachten, fiel die Anzeige ein weiteres Mal aus. Ich war recht unbesorgt, kannte ich jetzt ja schon.
Silvester durfte Professor Lada in einer geschützten Garage zubringen. Nur so kam es, dass mir seine erneute Inkontinenz auffiel, als ich nach Neujahr wieder hinkam: Er hatte unterm Kühler ein kleines Lackerl gemacht, und von der Kühlflüssigkeit fehlte ungefähr ein halber bis ganzer cm, wenn ich mich auf meine Markierung verlassen konnte. Oje. Gleichzeitig fiel nun die Temperaturanzeige gänzlich aus, d.h. sie zeigte zu meinem Erstaunen bei Starten des Autos, das gerade 2 Tage bei Minusgraden gestanden war, knappe 90° an, um danach während der Fahrt kontinuierlich auf Null zu fallen. Interessant. Sie blieb danach bei allen weiteren Fahrten auf Null.
Inzwischen scheine ich nicht mehr Kühlflüssigkeit verloren zu haben, und mein Servicetermin steht zum 15.1.
Gestern hat der kleine Lada nach 5 Tagen stehen dann beim Starten ordentlich geröchelt, also nicht der Motor, nur die Batterie klang sehr schwächlich für eine 3 Monate alte solche... Wollen wir hoffen, dass die ausgeronnene Kühlflüssigkeit nicht schon irgendwie die Lichtmaschine geflutet hat, wie ich das gelesen habe. Zum ersten Mal zeigte das Voltmeter auch Werte unter 13 an.
Trotzdem wird jetzt mal abgewartet, ich hab schon einen ganzen Fragenkatalog für meinen Mechaniker, der wird sich freuen. ;-)
Km-Stand: 2.950
Nun ja, Professor Lada hat mir zuerst einmal Ferien gegeben über Weihnachten. Die Anzeige zeigte was sie soll, es gab keine weiteren Spuren mehr, dass wieder am Sensor Kühlflüssigkeit ausgetreten wäre. Gleichzeitig verkündete mir mein Mechaniker, dass er über WEihnachten und Neujahr auf Urlaub wäre und mein Erstservice - ist jetzt dringend fällig - daher erst nach dem 7.1. stattfinden kann. Blöd, aber selbst schuld, da zu spät angerufen, und der Lada fuhr ja brav, zeigte Temperatur, ich ließ ihn halt hie und da auch mal stehen, um Kilometer zu sparen.
Dann, ein paar Tage nach Weihnachten, fiel die Anzeige ein weiteres Mal aus. Ich war recht unbesorgt, kannte ich jetzt ja schon.
Silvester durfte Professor Lada in einer geschützten Garage zubringen. Nur so kam es, dass mir seine erneute Inkontinenz auffiel, als ich nach Neujahr wieder hinkam: Er hatte unterm Kühler ein kleines Lackerl gemacht, und von der Kühlflüssigkeit fehlte ungefähr ein halber bis ganzer cm, wenn ich mich auf meine Markierung verlassen konnte. Oje. Gleichzeitig fiel nun die Temperaturanzeige gänzlich aus, d.h. sie zeigte zu meinem Erstaunen bei Starten des Autos, das gerade 2 Tage bei Minusgraden gestanden war, knappe 90° an, um danach während der Fahrt kontinuierlich auf Null zu fallen. Interessant. Sie blieb danach bei allen weiteren Fahrten auf Null.
Inzwischen scheine ich nicht mehr Kühlflüssigkeit verloren zu haben, und mein Servicetermin steht zum 15.1.
Gestern hat der kleine Lada nach 5 Tagen stehen dann beim Starten ordentlich geröchelt, also nicht der Motor, nur die Batterie klang sehr schwächlich für eine 3 Monate alte solche... Wollen wir hoffen, dass die ausgeronnene Kühlflüssigkeit nicht schon irgendwie die Lichtmaschine geflutet hat, wie ich das gelesen habe. Zum ersten Mal zeigte das Voltmeter auch Werte unter 13 an.
Trotzdem wird jetzt mal abgewartet, ich hab schon einen ganzen Fragenkatalog für meinen Mechaniker, der wird sich freuen. ;-)
Km-Stand: 2.950
Mittwoch, 7. Januar 2015
Ich gehöre ja zur "Generation ZV + FB" - Zentralverriegelung und Fernbedienung. An Autos, die beides nicht hatten, erinnere ich mich nur dunkel. Beim Lada hab ich keine bestellt (gäbe es ja sogar) - wer kauft shcon einen Lada, um ihn nachher mit unnötiger Elektronik aufzumotzen, wenn es auch mechanisch mit einem guten alten Schloss geht! Da gehen einem wenigstens nie die Batterien aus!
Die verträumte Nostalgie war dahin, als ich nach 5-tägiger Abwesenheit, in der es daheim schön geschneit, getaut, und dann wieder geschneit hatte, bei einigen Graden unter Null zu meinem Auto stapfte. Schlösser frieren zu, das vergisst man schnell, wenn man die letzten 8 Jahre immer nur aufs Fernbedienungsknöpfli gedrückt hat.
Bombenfest verschloss sich mir der Lada, schon das kleine Blättchen, das man mit dem Schlüssel beiseite schiebt, um überhaupt ins Schloss zu gelangen, verharrte ungerührt und trotzte meinen Versuchen, es auch nur ein bisschen zu bewegen. Na toll. Immer wieder mal was Neues.
Natürlcih bin ich selbst schuld, ich hätte da früher fetten und so müssen... nur, wer rechnet denn schon mit Schnee und Minusgrade, und das im Jänner?? Die Wiener Linien jedes Jahr aufs Neue nicht, und ich auch nicht....
Nachdem die Fahrertür absolut widersetzlich war, versuchte ich es beim Beifahrer. Hab ja zwei Schlösser, hahaaa! (Mein voriges Auto hatte nur noch eines - Fernbedienung leer, Schloss überraschend kaputt - naja, durch den Kofferraum konnte man noch einsteigen - was der Lada ja leider auch nicht zulässt). Tja, auch der Beifahrer rührte sich nicht... oder doch... naja ein bisschen.....
Mit viel Fingerspitzengefühl den Schlüssel reingewerkelt und tatsächlich noch aufsperren können... uff!
Nach der Fahrt dann das Fahrerschloss aufgetaut (mittlerweile hatte ich die Panik, dass ich nicht mehr ZUsperren kann!) und beide gefettet - jetzt flutschts wieder!
Km-Stand: 2900
Die verträumte Nostalgie war dahin, als ich nach 5-tägiger Abwesenheit, in der es daheim schön geschneit, getaut, und dann wieder geschneit hatte, bei einigen Graden unter Null zu meinem Auto stapfte. Schlösser frieren zu, das vergisst man schnell, wenn man die letzten 8 Jahre immer nur aufs Fernbedienungsknöpfli gedrückt hat.
Bombenfest verschloss sich mir der Lada, schon das kleine Blättchen, das man mit dem Schlüssel beiseite schiebt, um überhaupt ins Schloss zu gelangen, verharrte ungerührt und trotzte meinen Versuchen, es auch nur ein bisschen zu bewegen. Na toll. Immer wieder mal was Neues.
Natürlcih bin ich selbst schuld, ich hätte da früher fetten und so müssen... nur, wer rechnet denn schon mit Schnee und Minusgrade, und das im Jänner?? Die Wiener Linien jedes Jahr aufs Neue nicht, und ich auch nicht....
Nachdem die Fahrertür absolut widersetzlich war, versuchte ich es beim Beifahrer. Hab ja zwei Schlösser, hahaaa! (Mein voriges Auto hatte nur noch eines - Fernbedienung leer, Schloss überraschend kaputt - naja, durch den Kofferraum konnte man noch einsteigen - was der Lada ja leider auch nicht zulässt). Tja, auch der Beifahrer rührte sich nicht... oder doch... naja ein bisschen.....
Mit viel Fingerspitzengefühl den Schlüssel reingewerkelt und tatsächlich noch aufsperren können... uff!
Nach der Fahrt dann das Fahrerschloss aufgetaut (mittlerweile hatte ich die Panik, dass ich nicht mehr ZUsperren kann!) und beide gefettet - jetzt flutschts wieder!
Km-Stand: 2900
Donnerstag, 11. Dezember 2014
Es ist ein Monat vergangen; damit mein Wissen nicht einrostet, hat Professor Lada sich wieder was einfallen lassen.
Als ich schon so 20 Minuten durch die Stadt kutschierte, fiel mir auf, dass die Nadel der Anzeige für die Motortemperatur am unteren Ende der Skala blieb, die rührte sich nicht vom Fleck. Nun, der Motor war definitiv warm, soviel stand fest. Es musste also irgendwo zwischen Sensor und Instrument liegen. Da bei der Heimfahrt wieder normale Temperaturen angezeigt wurden, tippte ich auf einen Wackelkontakt.
Jetzt hieß es lernen, und zwar:
1) Ich lernte, dass das Instrument einerseits und der Kühlerlüfter andererseits and verschiedenen Sensoren hängen, d.h. trotz Ausfall des Geräts der Lüfter bei Erreichen zu hoher Temperaturen normal anspringen müsste - eine Sorge weniger.
2) Ich lernte, wo der Temperatursensor für das Instrument sitzt, nämlich hier:
Da steckt im echten Leben dann noch eine braune Hülse mit wegführenden Drähten dran, logisch.
Nach der Theorie dann die Praxis:
3) Motorhaube mal auf und Zündkerzen lokalisieren (dauert ein Weilchen, bis:)
4) Realisieren, dass das Reserverad raus muss.
5) Stockerl holen, der Lada ist zu hoch.
6) Reserveradspanner lösen, Schraube aufdrehen, Reserverad unter großem Stöhnen und Fluchen rausheben. Dabei nix zerkratzen.
7) Nochmal schauen. Zündkerzen 3 + 4 lokalisieren und das, was nicht ausschaut wie eine Zündkerze und dazwischen liegt, ist der Sensor.
Dann eine Erkenntnis: Es leuchten mir rosa Tropfspuren entgegen! Der Lada ist also auch an dieser Stelle wieder einmal nicht ganz dicht. Ich ruckle vorsichtig an dem Sensording, es scheint recht fest.
Ich beschließe, alles so zu lassen (das Instrument funktioniert jetzt wieder wie gewohnt), nur die rosa Tropfspuren zu beseitigen, damit ich nächstes Mal sehen kann, ob hier dauerhaft Kühlmittel rausgedrückt wird. Mit Ohrwattestaberln, einem Pinselchen, Wasser und einigen Verrenkungen tupfe ich die rosa Spuren weg.
To be continued... die Lektion ist natürlich noch nicht zu Ende, aber die Erkenntnis: Ich brauch Werkzeug.
Schnell noch, als Wiederholung vom letzten Mal, die Zündspule lokalisiert und benannt. Professor Lada nickt wohlwollend. Bis zur nächsten Unterrichtseinheit!
Km-Stand: 2700.
Als ich schon so 20 Minuten durch die Stadt kutschierte, fiel mir auf, dass die Nadel der Anzeige für die Motortemperatur am unteren Ende der Skala blieb, die rührte sich nicht vom Fleck. Nun, der Motor war definitiv warm, soviel stand fest. Es musste also irgendwo zwischen Sensor und Instrument liegen. Da bei der Heimfahrt wieder normale Temperaturen angezeigt wurden, tippte ich auf einen Wackelkontakt.
Jetzt hieß es lernen, und zwar:
1) Ich lernte, dass das Instrument einerseits und der Kühlerlüfter andererseits and verschiedenen Sensoren hängen, d.h. trotz Ausfall des Geräts der Lüfter bei Erreichen zu hoher Temperaturen normal anspringen müsste - eine Sorge weniger.
2) Ich lernte, wo der Temperatursensor für das Instrument sitzt, nämlich hier:
Da steckt im echten Leben dann noch eine braune Hülse mit wegführenden Drähten dran, logisch.
Nach der Theorie dann die Praxis:
3) Motorhaube mal auf und Zündkerzen lokalisieren (dauert ein Weilchen, bis:)
4) Realisieren, dass das Reserverad raus muss.
5) Stockerl holen, der Lada ist zu hoch.
6) Reserveradspanner lösen, Schraube aufdrehen, Reserverad unter großem Stöhnen und Fluchen rausheben. Dabei nix zerkratzen.
7) Nochmal schauen. Zündkerzen 3 + 4 lokalisieren und das, was nicht ausschaut wie eine Zündkerze und dazwischen liegt, ist der Sensor.
Dann eine Erkenntnis: Es leuchten mir rosa Tropfspuren entgegen! Der Lada ist also auch an dieser Stelle wieder einmal nicht ganz dicht. Ich ruckle vorsichtig an dem Sensording, es scheint recht fest.
Ich beschließe, alles so zu lassen (das Instrument funktioniert jetzt wieder wie gewohnt), nur die rosa Tropfspuren zu beseitigen, damit ich nächstes Mal sehen kann, ob hier dauerhaft Kühlmittel rausgedrückt wird. Mit Ohrwattestaberln, einem Pinselchen, Wasser und einigen Verrenkungen tupfe ich die rosa Spuren weg.
To be continued... die Lektion ist natürlich noch nicht zu Ende, aber die Erkenntnis: Ich brauch Werkzeug.
Schnell noch, als Wiederholung vom letzten Mal, die Zündspule lokalisiert und benannt. Professor Lada nickt wohlwollend. Bis zur nächsten Unterrichtseinheit!
Km-Stand: 2700.
Sonntag, 9. November 2014
Professor Lada ist schon arg streng; da dachte ich, ich hab genug gelernt für die nächste Zeit und mal ein bisschen Ruhe, rief er mich zur nächsten Unterrichtseinheit!
Die Geschichte:
Am Wochenende um 7h früh das liebe Auto gestartet, mit jeder Menge Pläne und Vorhaben im Kopf. Beim Ausparken musste ich mich vorsichtigst raustasten, rückwärts bergauf -- da würgte ich den armen Lada ab. *ähem*. Nun gut, gleich wieder gestartet, raus aus dem Parkplatz und auf zu meinen Plänen.
Allein... die nächste Kontrolleuchte ging an, nämlich die Motorfehlerleuchte (Check Engine). Aha, dachte ich und fuhr bis zur nächsten roten Ampel, wo ich hektisch in der Betriebsanleitung blätterte, bis ichs gefunden hatte. "Zeigt einen Fehler irgendwo im Motor an", lautet die Erklärung. Aha. Ich vermutete, den Lada durch mein Abwürgen und sofortiges Neustarten beleidigt zu haben (womöglich hätte ich ihm ja etwas Bedenkzeit geben müssen oder so) und fuhr mal weiter. An den nächsten Ampeln fiel mir immer mehr auf, dass da was nicht so ganz stimmte. Der kleine Lada wollte das Gas nicht so recht annehmen, außerdem begann er, im Leerlauf an den roten Ampeln ein fröhliches Drehzahlspiel - hochdrehen, runterdrehen, stotter, hochdrehen, runterdrehen, stotter... so ungefähr. Aha, dachte ich.
Nun, das Anfahren wurde von Ampel zu Ampel nicht gerade besser, und als ich dann schließlich nur noch quälend-kriechend eine Kreuzung überqueren konnte, hab ich ihn am nächsten größeren Parkplatz, der mir geeignet schien, abgesetzt und übte mich in "Busfahren in der Pampa Teil II".
Ein SMS mit Fehlerbeschreibung ging an meinen Mechaniker (um 7:30 wollte ich doch nicht so wirklich anrufen), der mich prompt zurückrief und aufgrund meiner Schilderungen als erste Ferndiagnose meinte, er verdächtige die Zündkabel und - da das Check Engine Lämpchen sofort bei Fahrtantritt aufgeleuchtet hatte - dies verursacht durch z.B. einen Marderbiss.
Nun gut, erst am nächsten Tag kam ich zurück zu meinem Auto, man hat ja auch noch anderes zu tun. Es folgte:
Lektion 2a: Zündkabel lokalisieren und optisch beurteilen
Motorhaube auf, Reserverad raus. Ich hatte mir erklären lassen wo die Zündkabel sind. An den Zündkerzen, was für eine Überraschung. Wo die Zündkerzen sind weiß ich! (Juhu!) Nun gut, hier im Motorraum ists sauberer als in meinem Abstellraum. Die Zündkabel sehen alle höchst unversehrt aus, auch alles rundherum, keine Spur eines Marders.
Also wieder fleißig ins Handy getippt und den Mechaniker gefragt, ob der Pannendienst hilfreich wäre, um den Fehler auszulesen. Gleich darauf ein Rückruf, also mit Rund-um-die-Uhr-Service: Ja, der solle mal den Fehler auslesen, das Ergebnis sollte ich ihm sagen.
Nun gut, also wieder einmal mit dem ÖAMTC telefoniert. Denen war grad fad, glaube ich, jedenfalls wurde abgehoben bevor es geläutet hatte, und der Pannenfahrer war nach 10 Minuten da (und damit, fürchte ich, schneller als so mancher Krankenwagen). Ich schilderte das Problem und der Mann packte mal sein Fehlerlesegerät aus: Woooo haben wir denn das Kastl zum Auslesen? Ich deute auf den Fußraum. Erste Überraschung des Pannenfahrers: "Das muss man ja abschrauben". Er schraubte fleißig, setzte sich dann ins Auto und verlangte den Schlüssel. Er fummelte 2, 3 Sekunden herum, bevor ich schaltete: "Zündschloss ist links!"... er fummelte weiter... "Schlüssel umdrehen bitte!" und ein bisschen Smalltalk: "jaja, hier ist alles ein bisschen anders :-)". Etwas brummelige Antwort: "Jo wers mog!"
Dann ging das fröhliche Fehlerlesen los. Gerät: "So ein Auto kenne ich nicht" (oder so ähnlich). Pannenfahrer: *grummelgrummel*. Irgendwann brachte er es dazu, doch irgendwie was mit "irgendwas stimmt mit der Zündung nicht" kundzutun. Und er konnte den Fehler wenigstens rauslöschen.
Dann ging das fröhliche Suchen los.
Erste Erkenntnis des Pannenfahrers nach Öffnen der Motorhaube und Entfernen des Reserverads: "Das ist ja ein NEUwagen?!... Sowas kann man neu kaufen? Wie viel kostet so was?" (Bisher hat mich JEDER, vom Reifenwechsler bis zum Tankwart, nach dem Preis gefragt, irgendwie lustig). Langsam taute er ein bisschen auf und sein Jagdtrieb wurde geweckt. "Starten wir einmal". Ich drehe den Schlüssel, der Wagen startet, aber springt nicht an. Interessant!! Grad eben gings doch noch! Mit Fehlermeldung, aber doch. Der Pannenfahrer entdeckt das rotblinkende und -leuchtende Wegfahrsperre-Lämpchen: "Sie haben die Wegfahrsperre aktiviert". Nein hab ich nicht. "Aber sie leuchtet ja". Ja, die leuchtet immer. Sie blinkt immer, durchgehend, und leuchtet, wenn man fährt. Aber nein, aktiviert ist sie nicht. "Sind Sie sicher?! DAs gibt es ja nicht, dass das leuchtet, wenn sie nicht aktiviert ist". Oja. Diese Diskussion dauerte noch ungefähr 5 MInuten und war erst endgültig vorbei, als das Autochen gaaanz am Ende ansprang - und die Wegfahrsperre dabei fleißig leuchtete ;-).
Nächste Vermutung: "Ihre Benzinuhr ist fast auf rot, haben Sie vielleicht kein Benzin mehr?" Doch doch, bin ja grad noch gefahren, da wars auf 1/2, und wir stehen schief, und die Uhr gibt ohnehin eher nur grobe Empfehlungen ab. "Sind Sie sicher? Sind Sie das Auto schon einmal so leergefahren wie jetzt?" Ja, und ja. Aber soll ich vielleicht meine 5 Liter Reserve ausm Kanister rein...? "Nein, naja, wird schon stimmen".
Dann durfte ich mal starten und er begutachtete den Motorraum. Erkenntnis: Kann nicht anspringen, es gibt keinen Zündfunken! Ahaaa! Eine heiße Spur! Er suchte weiter rum, ich ließ mir nochmal alles mögliche zeigen (sind die Zündkabel wirklich das, was ich dafür halte?)... dann nochmal starten, er suchte weiter, und plötzlich...
Lektion 2b: Zündspule lokalisieren und Kabelsitz auf Festigkeit prüfen
... ein Triumphschrei: Ahaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa! Ich stürzte nach vorn... was? was? Er hielt ein Kabelende in der Hand und hielt es mir unter die Nase: "DEEES derf NET sei!!" -- ??? -- "Das ist der Stecker von der Zündspule! Und der hat sich jetzt viel zu leicht lösen lassen, das muss einrasten und nicht nur so lose drinnen stecken". Sprachs und fummelte den Stecker rein. Und was war das jetzt bitte noch einmal? "Die Zündspule!" Aha, und die macht...??? Aha. Moment wie heißt das? "Zündspule". Aha, danke danke. Und das Kabel geht dann wohin... Aha, aha. WIE heißt das Ding??? Danke...
Mal anstarten... Zündung an, Schlüssel drehen, starten, und da ist er, schnuuurrrrrtttttttt wie es sich gehört.
Zum Abschluss noch: "Tatsächlich, Ihre Wegfahrsperre leuchtet wirklich immer!"
Km-Stand: 1615km
Die Geschichte:
Am Wochenende um 7h früh das liebe Auto gestartet, mit jeder Menge Pläne und Vorhaben im Kopf. Beim Ausparken musste ich mich vorsichtigst raustasten, rückwärts bergauf -- da würgte ich den armen Lada ab. *ähem*. Nun gut, gleich wieder gestartet, raus aus dem Parkplatz und auf zu meinen Plänen.
Allein... die nächste Kontrolleuchte ging an, nämlich die Motorfehlerleuchte (Check Engine). Aha, dachte ich und fuhr bis zur nächsten roten Ampel, wo ich hektisch in der Betriebsanleitung blätterte, bis ichs gefunden hatte. "Zeigt einen Fehler irgendwo im Motor an", lautet die Erklärung. Aha. Ich vermutete, den Lada durch mein Abwürgen und sofortiges Neustarten beleidigt zu haben (womöglich hätte ich ihm ja etwas Bedenkzeit geben müssen oder so) und fuhr mal weiter. An den nächsten Ampeln fiel mir immer mehr auf, dass da was nicht so ganz stimmte. Der kleine Lada wollte das Gas nicht so recht annehmen, außerdem begann er, im Leerlauf an den roten Ampeln ein fröhliches Drehzahlspiel - hochdrehen, runterdrehen, stotter, hochdrehen, runterdrehen, stotter... so ungefähr. Aha, dachte ich.
Nun, das Anfahren wurde von Ampel zu Ampel nicht gerade besser, und als ich dann schließlich nur noch quälend-kriechend eine Kreuzung überqueren konnte, hab ich ihn am nächsten größeren Parkplatz, der mir geeignet schien, abgesetzt und übte mich in "Busfahren in der Pampa Teil II".
Ein SMS mit Fehlerbeschreibung ging an meinen Mechaniker (um 7:30 wollte ich doch nicht so wirklich anrufen), der mich prompt zurückrief und aufgrund meiner Schilderungen als erste Ferndiagnose meinte, er verdächtige die Zündkabel und - da das Check Engine Lämpchen sofort bei Fahrtantritt aufgeleuchtet hatte - dies verursacht durch z.B. einen Marderbiss.
Nun gut, erst am nächsten Tag kam ich zurück zu meinem Auto, man hat ja auch noch anderes zu tun. Es folgte:
Lektion 2a: Zündkabel lokalisieren und optisch beurteilen
Motorhaube auf, Reserverad raus. Ich hatte mir erklären lassen wo die Zündkabel sind. An den Zündkerzen, was für eine Überraschung. Wo die Zündkerzen sind weiß ich! (Juhu!) Nun gut, hier im Motorraum ists sauberer als in meinem Abstellraum. Die Zündkabel sehen alle höchst unversehrt aus, auch alles rundherum, keine Spur eines Marders.
Also wieder fleißig ins Handy getippt und den Mechaniker gefragt, ob der Pannendienst hilfreich wäre, um den Fehler auszulesen. Gleich darauf ein Rückruf, also mit Rund-um-die-Uhr-Service: Ja, der solle mal den Fehler auslesen, das Ergebnis sollte ich ihm sagen.
Nun gut, also wieder einmal mit dem ÖAMTC telefoniert. Denen war grad fad, glaube ich, jedenfalls wurde abgehoben bevor es geläutet hatte, und der Pannenfahrer war nach 10 Minuten da (und damit, fürchte ich, schneller als so mancher Krankenwagen). Ich schilderte das Problem und der Mann packte mal sein Fehlerlesegerät aus: Woooo haben wir denn das Kastl zum Auslesen? Ich deute auf den Fußraum. Erste Überraschung des Pannenfahrers: "Das muss man ja abschrauben". Er schraubte fleißig, setzte sich dann ins Auto und verlangte den Schlüssel. Er fummelte 2, 3 Sekunden herum, bevor ich schaltete: "Zündschloss ist links!"... er fummelte weiter... "Schlüssel umdrehen bitte!" und ein bisschen Smalltalk: "jaja, hier ist alles ein bisschen anders :-)". Etwas brummelige Antwort: "Jo wers mog!"
Dann ging das fröhliche Fehlerlesen los. Gerät: "So ein Auto kenne ich nicht" (oder so ähnlich). Pannenfahrer: *grummelgrummel*. Irgendwann brachte er es dazu, doch irgendwie was mit "irgendwas stimmt mit der Zündung nicht" kundzutun. Und er konnte den Fehler wenigstens rauslöschen.
Dann ging das fröhliche Suchen los.
Erste Erkenntnis des Pannenfahrers nach Öffnen der Motorhaube und Entfernen des Reserverads: "Das ist ja ein NEUwagen?!... Sowas kann man neu kaufen? Wie viel kostet so was?" (Bisher hat mich JEDER, vom Reifenwechsler bis zum Tankwart, nach dem Preis gefragt, irgendwie lustig). Langsam taute er ein bisschen auf und sein Jagdtrieb wurde geweckt. "Starten wir einmal". Ich drehe den Schlüssel, der Wagen startet, aber springt nicht an. Interessant!! Grad eben gings doch noch! Mit Fehlermeldung, aber doch. Der Pannenfahrer entdeckt das rotblinkende und -leuchtende Wegfahrsperre-Lämpchen: "Sie haben die Wegfahrsperre aktiviert". Nein hab ich nicht. "Aber sie leuchtet ja". Ja, die leuchtet immer. Sie blinkt immer, durchgehend, und leuchtet, wenn man fährt. Aber nein, aktiviert ist sie nicht. "Sind Sie sicher?! DAs gibt es ja nicht, dass das leuchtet, wenn sie nicht aktiviert ist". Oja. Diese Diskussion dauerte noch ungefähr 5 MInuten und war erst endgültig vorbei, als das Autochen gaaanz am Ende ansprang - und die Wegfahrsperre dabei fleißig leuchtete ;-).
Nächste Vermutung: "Ihre Benzinuhr ist fast auf rot, haben Sie vielleicht kein Benzin mehr?" Doch doch, bin ja grad noch gefahren, da wars auf 1/2, und wir stehen schief, und die Uhr gibt ohnehin eher nur grobe Empfehlungen ab. "Sind Sie sicher? Sind Sie das Auto schon einmal so leergefahren wie jetzt?" Ja, und ja. Aber soll ich vielleicht meine 5 Liter Reserve ausm Kanister rein...? "Nein, naja, wird schon stimmen".
Dann durfte ich mal starten und er begutachtete den Motorraum. Erkenntnis: Kann nicht anspringen, es gibt keinen Zündfunken! Ahaaa! Eine heiße Spur! Er suchte weiter rum, ich ließ mir nochmal alles mögliche zeigen (sind die Zündkabel wirklich das, was ich dafür halte?)... dann nochmal starten, er suchte weiter, und plötzlich...
Lektion 2b: Zündspule lokalisieren und Kabelsitz auf Festigkeit prüfen
... ein Triumphschrei: Ahaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa! Ich stürzte nach vorn... was? was? Er hielt ein Kabelende in der Hand und hielt es mir unter die Nase: "DEEES derf NET sei!!" -- ??? -- "Das ist der Stecker von der Zündspule! Und der hat sich jetzt viel zu leicht lösen lassen, das muss einrasten und nicht nur so lose drinnen stecken". Sprachs und fummelte den Stecker rein. Und was war das jetzt bitte noch einmal? "Die Zündspule!" Aha, und die macht...??? Aha. Moment wie heißt das? "Zündspule". Aha, danke danke. Und das Kabel geht dann wohin... Aha, aha. WIE heißt das Ding??? Danke...
Mal anstarten... Zündung an, Schlüssel drehen, starten, und da ist er, schnuuurrrrrtttttttt wie es sich gehört.
Zum Abschluss noch: "Tatsächlich, Ihre Wegfahrsperre leuchtet wirklich immer!"
Km-Stand: 1615km
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