Wie schon erwähnt, brauchte ich lediglich kurze 5 Monate, um mir ein neues Radio auszusuchen und mich dann zu trauen, den Einbau selbst vorzunehmen. Kann ja nicht so schwer sein, nicht wahr? Rein in den Schacht, vorher (!) Stecker dran und fertig.
Dann kam mein bestelltes stylisches Radio endlich an und was ich in der Schachtel vorfand war das da:
Juhu, ein Bausatzradio! Dafür ein sehr flexibles System und passt in jeden Schacht. Na schön. Ich brauchte eine ganze Weile, bis ich mal die benötigten Teile von den nicht-benötigten getrennt hatte (und bis ich überhaupt erst kapierte, dass nicht alle enthaltenen Teile von mir benötigt werden, sondern Optionen sind!!). So ein paar Wochen stand das ganze wie auf dem Foto in der Wohnung herum.
Dann wagte ich mich einmal dran, bastelte das Hauptteil ans Display und dann die Bedienknöpfe dran. Stellte fest, dass ich einen kleinen Plastikring vergessen hatte, bastelte die Bedienknöpfe wieder ab. Nochmal dran und wieder was vergessen und wieder alles auseinander. So ging das noch ca. 2x. Zu zweit schafften wir es dann endlich, ein fixfertiges Radio in Händen zu halten! Nur noch anstecken, rein in den Schacht und... es rauscht!! Aber das Display ist finster. Ein Montagsding? Zurückschicken? Oder doch was nicht ordentlich zusammengebaut? Wieder zurück auf Anfang und alles von vorn. Mittlerweile hatten wir schon eine gewisse Übung. Tatsache, beim ersten Handgriff hatte ich was falsch gemacht und das Display und das Hauptteil einfach nicht fest genug zusammengesteckt, das hatte sich wieder gelöst. Meineherrn! Wieder alles zusammengebaut. Wieder die Ringe hinter den Knöpfen vergessen, wieder auseinandergebaut und wieder zusammengebaut. Dran ans Kabel, rein in den Schacht. Und Halleluja!!! Es spielt! Wir könnens gar nicht glauben! Wir haben ein Radio nicht nur ein- sondern ganz zusammengebaut. Bittudeppat!!
Nun muss noch irgendwo der Eingang für den USB-Stick hin. Praktischerweise bietet die Niva-Diva noch ein freies Feldchen neben dem eigentlich unnötigen Lamperl für den Hänger-Blinker. Mit neu gekauftem Feinwerkzeug feilen und bohren wir was das Zeug hält, und dann sieht es so aus:
Wir platzen fast vor Stolz. Das Radio ist jetzt optisches Highlight in meiner Niva Diva. Leider aber nicht akustisch. Es kracht und grammelt wie eh und je. Beflügelt vom Erfolg schlägt mein Mann vor, dass wir doch noch neue Lautsprecher....
Gedacht, getan. Nach weiteren Wochen auf der Suche nach größentechnisch passenden bauen wir die alten Lautsprecher aus. Sie zerbröseln uns regelrecht unter den Fingern. Dabei sind die doch erst 2 Jahre alt, wie die Niva Diva selbst. Dafür schaut das Logo der ausgebauten Lautsprecher richtig schön passend retro aus. Hm, eine kurze Internetrecherche ergibt, dass die Produktion dieser Lautsprecher in den frühen 2000ern eingestellt wurde. Daraus kann man nun nix anderes schließen, als dass doch tatsächlich die Niva Diva eine Zeitmaschine ist (gut, das hatte ich sowieso schon immer vermutet!): Sie muss gleich nach ihrer Geburt im Jahr 2016 in der Zeit zurückgereist sein und sich diese alten Lautsprecher besorgt haben. Wahrscheinlich wegen dem Retro-Logo! Eine andere Erklärung fällt mir jedenfalls beim besten Willen nicht ein.
Egal, wir finden Lautsprecher, die den nicht ganz so einfachen Maßen in Niva Divas Hutablage entsprechen, und nach einigem akrobatischen Herumturnen im Kofferraum sind auch diese eingebaut und angeschlossen.
Optisch und akustisch perfekt (soweit halt Motor und Getriebe übertönt werden können) erfreut von nun an die Niva Diva mich und alle Beifahrer auf allen unseren Fahrten. :-)




