Darf man sich einen Lada kaufen, wenn man kein KFZ-Mechaniker ist?
Keine Ahnung, ich probier es gerade aus!
Die Erfahrungen und Erlebnisse, Höhen und Tiefen, werde ich hier festhalten, als ein kleines Tagebuch meines Lada-Abenteuers!

Samstag, 7. November 2015

Die Niva Diva fährt und fährt und fährt und fährt.... ohne Mucken, ganz unglaublich.

Da hat man dann Zeit für ein bisschen Pimpf.

Erstens hat sie Anfang November ihre Winterstiefelchen angezogen bekommen. Von mir ganz höchstpersönlich, und es ist lllaaaange her, dass ich Reifen gewechselt habe. Da ich ja aber was über Autos im Allgemeinen und Niva Divas im Besonderen lernen möchte, wäre es schon hochnotpeinlich, selbst den Schuhwechsel im Herbst und Frühling die Werkstatt machen zu lassen. Außerdem hab ich ja mein (einziges) hochprofessionelles Werkzeug, einen Drehmomentschlüssel, extra dafür bekommen.

Man wuchte also als erstes die Reifen in den Kofferraum. Scheiße, sind die schwer. Von meinem Fiat Panda konnte ich 2 auf einmal tragen, einen in jeder Hand. Die Niva Diva lebt auf größerem Fuß; aber Frau weiß sich zu helfen und nimmt die Rodel. In den Kofferraum wuchten geht grad noch.
Dann eruieren, wie viel Drehmoment solche Radmuttern denn eigentlich vertragen, hier sind sich alle höchst uneins, und die Niva-Diva-Bedienungsanleitung schweigt dazu. Ich beschließe, so ca. 100 Nm zu nehmen, wie die meisten Menschen.
Beim Reifenwechsel hab ich zwar Hilfe, aber ich will das ganz ganz ganz allein!
Tja, wenn nur die Werkstatt letztes Jahr beim Reifenkauf selbige nicht dermaßen angeknallt hätte, dass es für mich keine Chance gibt. Von wegen aufs Drehmoment achten, pfff. Mit meinem ganzen Gewicht plus Schwung turne ich auf meinem Profi-Werkzeug herum, es hilft nix. Ich bin zu schwach :-( . Starker Mann muss her, der hats dann geschafft.
Gut, nächste Hürde: Reifen soviel anheben, dass er in der richigen Höhe schwebt, drehen, damit die Löcher bei den Schrauben sind, drauffädeln, festschrauben. Klingt einfach, aber wenn man den Reifen gerade so und höchst unkoordiniert beidhändig in den Kofferraum wuchten konnte, wird auch das zur Geduldsprobe. Bis man eine Idee hat und die Sache umkehrt: Brettchen untern Reifen, und dann nicht Reifen zu den Löchern manövrieren, sondern umgekehrt Löcher zum Reifen, oder wozu hat man einen Wagenheber??

Solchermaßen diese Hürde gemeistert, kann ich stolz verkünden, bisher noch kein Rad verloren zu haben!


So, Winterstiefel sind an; Temperaturen sind zwar eher wie im Frühling, aber egal, Vurschrift is Vurschrift. Nächster Pimp: Beim 10.000er Service wurde mir ja vom Mechaniker geraten, ich möge ein Fliegengitter über das Luftansaugdingens (für die Innenlüftung) anbringen. Ansonsten fällt nämlich durch Niva Divas Luftlöcher allerlei Dreck dort rein, wird zu Schlaaatz, welcher wiederum die Abläufe fürs Regenwasser blockieren kann, woraufhin selbiges seinen Weg ins Wageninnere sucht. Hatte ich ja schon. Mechaniker hat das dann durchgepustet und mir den genannten Schlaaatz auf die Windschutzscheibe.
Also ein Fliegengitter gekauft (20 Meter oder so, kleinere Einheiten sind da nicht erhältlich), zugeschnitten, und stolz gewesen:

Km-Stand: 18.596