Darf man sich einen Lada kaufen, wenn man kein KFZ-Mechaniker ist?
Keine Ahnung, ich probier es gerade aus!
Die Erfahrungen und Erlebnisse, Höhen und Tiefen, werde ich hier festhalten, als ein kleines Tagebuch meines Lada-Abenteuers!

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Samstag, 23. April 2016

Juhu, der Austausch des Motortemperatursensors hat was gebracht, die Anzeige geht. Nur leider falsch. Eine Stunde gondeln im Stadtverkehr - die Nadel hängt beharrlich bei 70°. Dann macht sie Späße, die Diva, und senkt ihre Temperatur auf quasi Null ab, während sie aber doch brav fährt. Beim nächsten Starten wieder auf 90°, um während der Fahrt dann gegen Null zu sinken, und derlei Späße.
Während ich mich an den ersten paar Tagen noch gefragt habe, ob die penetrant 10° zu wenig normal sein könnten und einfach früher was falsches angezeigt wurde (bei den Gelegenheiten, bei denen überhaupt was angezeigt wurde), bewies die Diva am heutigen Tag, dass sie mich nur foppt. Anzeige blieb tot trotz 1-stündiger Fahrt.

Tja, war wohl nix.

Km-Stand: 24.476

Dienstag, 12. April 2016

Motortemperaturanzeige 

 

Manch einer fragt sich sicher, was da los ist mit der Niva Diva. Jo, nix. Sie fährt! Anspringproblem war in 3 Monaten 2x da. Motortemperaturanzeige geht nach wie vor meistens einfach gar nicht. Und dem beschloss ich jetzt zu Leibe zu rücken, denn das 30.000er Service kommt womöglihc nicht mehr vor Garantieablauf.

Also Termin mit Mechaniker ausgemacht, heut wars dann soweit.

Entgegen der Meinung von Mechaniker-Junior, dass nach meinen Schilderungen wohl das Kombiinstrument irgendwie hinüber sei, war Mechaniker-Senior (und der ist für die Garantiesachen zuständig) entweder anderer Meinung als sein Filius, bzw. wollte den einfacheren Weg gehen und beschloss, den Sensor auszutauschen. Die Niva Diva führte diesmal recht brav ihr Problem vor. Ich fuhr mit Temperatur unter 50 (also Zeiger auf quasi Null) vor und ließ mal den Motor laufen, zwecks Vorführeffekt (Zündung aus und an bedeutet ja meistens, dass die Anzeige nachher funktioniert). Ein paar Minuten tratschen, während die Diva im Stand vor sich hinbrummelte, und schon sprangen die Lüfter an. Und prompt zeigte sich ein neues Phänomen: Die Temperaturnadel kletterte von Null auf immerhin 70, aber nicht weiter.
Ha, jedenfalls genug um zu beweisen, dass ich nicht verrückt bin und irgendwas nicht stimmt.

Herr Mechaniker brabbelte was von Bimetallen und Massen, was ich nicht verstand, und prüfte dann mal alle Massenanschlüsse durch (also zog sie fest, soweit ich sehen konnte). Das Phänomen blieb jetzt gleich, die Nadel hing beharrlich bei 70° fest.

Hernach zog er den Stecker aus dem Sensor für das Kombiinstrument und hielt es irgendwo dran und jagte die Nadel zu meinem Schrecken zum roten Anschlag. Gehört so. Uff. Aha.

Nach dem vielen Ausprobieren beschloss Herr Mechaniker, dass irgendwas wohl wirklich kaputt ist, wollte aber das Kombiinstrument glaube ich einfach nicht ausbauen, sondern lieber erstmal das einfachere, also raus mit dem Sensor und neuen rein.

Ich kann nur sagen, gut dass ich das nicht womöglich mal selbst versucht hab, da dran rumzuschrauben. Er schraubte beherzt los, zog das Ding raus und PLATSCH ergoss sich ein Schwall Kühlflüssigkeit durch den Motorraum und auf den Asphalt (denn in die Werkstatt rein hatte die Diva es noch nichtmal geschafft). Ein träger rosa Fluss schlängelte sich durch den Hinterhof, während Herr Mechaniker den neuen Sensor schnell festschraubte und fröhlich verkündete "Ha, greift, na das woar eh net vüh". Ich äugte skeptisch in den Motorraum, jetzt überall rosa gesprenkelt: "Meine Lichtmaschine....????" - Naaa, die ist da nicht. Und der Regen wäscht das eh weg. Ich blieb skeptisch: Der Motorraum war bisher eigentlich (im Gegensatz zum Auto-Inneren) auch nach Starkregen immer trocken geblieben.

Weil der Diva mittlerweile schon recht heiß war, stellten wir sie mal ab und ließen sie ein bissl abkühlen. Dann wieder gestartet, Temperaturanzeige war dann normal. Herr Mechaniker wartete, bis der Kühlerlüfter wieder ansprang, dann schickte er sich an, den Kühlerdeckel loszuschrauben. "Neiiiiiinnnnn" wollte ich schon schreien und mich mit einem Hechtsprung dazwischen werfen, weil ich hatte ja schon gelernt, dass man diesen Deckel niemals nie nicht aufschrauben darf, wenn das Auto nicht ganz und gar 100% völlig und ganz wirklich wirklich kalt ist. Herr Mechaniker schaute nur verwirrt ob meines Entsetzens, redete dann was von Öffnen und Druck und ichweißnichtmehr, und ich lernte, dass man also entweder in ganz kaltem oder ganz heißem Zustand aufschrauben darf, wobei ich selbst letztes ganz sicher unterlassen werde. Jedenfalls bekam die Diva ein Schlückchen rosa Wasser zu trinken, um den vorher erlittenen Verlust wieder auszugleichen.

Nun gut, das war also der erste Versuch, die Temperaturanzeige zu reparieren. Obs das war oder nicht, wird die jetzt kommende Fahrpraxis zeigen, bei der Heimfahrt und einer späteren Fahrt am gleichen Tag erschien mir das Verhalten schon etwas realistischer. Die Nadel schwankte mehr als ich das bisher kannte (bei den Gelegeneheiten, wo halt überhaupt was angezeigt wurde). Bisschen weniger Temperatur bei schnellerer Fahrt, konstanteres Ansteigen bei Stop& Go.... man wird sehen.

KM-Stand: 24.134km

Freitag, 13. Februar 2015

Wieder mal was Neues von der Motortemperaturanzeige:




Blieb allerdings nur einen Tag so, inzwischen ist die Anzeige wieder großteils "normal", d.h. funktioniert entweder gar nicht oder zeigt plausible Werte an.

Donnerstag, 15. Januar 2015

Es war soweit: 
Erstservice!
Zuerst einmal gezittert nach den jüngsten Eskapaden des Radios und der Batterie: Wird er überhaupt anspringen. Ja, tut er, uff! Dann auf über die Autobahn zum Mechaniker. 

Ich werde schon erwartet und es geht gleich los. Mechaniker Junior betreut mich, unterstützt vom hie und da reinschauenden Mechaniker Senior. 
Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Zuerst schildere ich einmal das Problem mit der Motortemperaturanzeige, dann die schwächelnde Batterie, meine Bedenken, ob Kühlflüssigkeit ausgelaufen sein könnte und die Lichtmaschine geflutet haben könnte, das sich-selbst-einschaltende Radio. Das war mal der erste Themenbereich. Mechaniker Junior macht sich sofort ans Werk, ich entschuldige mich sicherheitshalber gleich vorher für all die Fragen, mit denen ich ihn ab sofort löchere.
Erstmal Blickkontrolle und die Feststellung: So einen trockenen Neu-Lada habe er ja noch nie gesehen. Keine Spur eines Tröpfchens von Kühlflüssigkeit irgendwo. Er testet die Lichtmaschine. Lädt normal. Er testet die Batterie dann ohne Motor: die entlädt sich. Daher schnelle Diagnose: Die Batterie ist hin. Bei einem dreieinhalb Monate alten Auto? frage ich entgeistert.  Jaaa, bei den russischen Batterien ist das nicht so abwegig. Aber jetzt kommt eine schöne neue Varta Batterie hinein, die sollte etwas länger halten. Vielleicht ja sogar ein halbes Jahr.

Zum Thema Motortemperaturanzeige kann er nicth viel sagen. Die geht ja nämlich jetzt die letzten 1, 2 Wochen anstandslos. Dass mir Kühlmittel ausgelaufen wäre (ich erinnere an das Lackerl unterm Kühler zu Neujahr) wird für unwahrscheinlich gehalten, insofern das deutlich rosa hätte sein müssen. War es nicht. Ich bin mittlerweile auch geneigt zu denken, dass das nur geschmolzener Schnee war, vielleicht vermischt mit Fett aus der Konservierung. Junior-Mechaniker zieht den Stecker des Sensors ab und wieder an, versucht auch ob der Sensor fest genug reingeschraubt ist - ja, fester geht nun wirklich nicht mehr. Fazit hierzu: Beobachten!

Thema selbst-einschaltendes Radio: Ja, kenne man! Eine Möglichkeit ist einschicken und hoffen, dass was besseres zurückkommt. Die andere: Bedienteil abtrennen; das mache ich jetzt immer.

Während Mechaniker-Junior Batterie und Lichtmaschine prüft und sich den Kopf über meinen Sensor zerbricht, werkelt Mechaniker-Senior inzwischen an meiner nicht so bündig schließenden Fahrertür. Das hat er nicht vergessen und von sich aus gleich in Angriff genommen. Und tatsächlich, nachdem er fertig ist, schließt sie schön bündig mit der Karosserie ab! Dafür bekomme ich sie echt fast nicht mehr zu, jetzt brauch ich 5 statt bisher meist 3 Anläufe. Er fachsimpelt noch über die Tatsache aller Lada Nivas, nämlich dass die Fahrertür immer fester ins Schloss geschmissen weren muss als die Beifahrertür. Kein Mensch weiß warum, aber es ist so - auch bei meinem.

Nächster Themenkomplex, den ich über die kaputte Batterie schon fast vergessen hatte: Das zunehmende Ächzen unter meinem linken Fuß, v.a. beim Lenken. Zielsicher rüttelt Mechaniker-Junior am nun über unsern Köpfen schwebenden Lada am linken Vorderrad und zeigt mir, dass es zu viel gerüttelt werden kann: Zu viel Spiel im Radlager! Er nimmt die Chrom-Abdeckung runter, dann einen spitzen Gegenstand zur Hand und hämmert fröhlich drauf rum. Siehe da, danach noch ein bisschen, aber nicht mehr so viel Spiel beim Rütteln. Ich bekomme erklärt, dass der Lada - im Gegensatz zu "normalen" Autos - hier ein bisschen Spiel benötigt. "Normale" Mechaniker "normaler Autos" genauso wie diverse §57-"Pickerl"-Überprüfer würden dieses gern beanstanden und dann das Spiel auf Null stellen - schlecht, denn ein Lada 4x4 steht nach dieser Aktion nach spätestens 50km.
Aha, auch gut zu wissen.

Jetzt werden einmal alle Öle getauscht. Ich lerne, wo das hintere, das mittlere und das vordere Differential ist und tippe 3x falsch, "das ist jetzt das Getriebeöl?".

Zum Schluss gehts noch einmal in den Motorraum. Mir fällt das Quietschen vom Keilriemen wieder ein, aber Mechaniker-Junior hat schon diagnostiziert, dass der eine Spur zu locker ist und zieht ihn fester. Auch die Wasserpumpe zieht er fest, außerdem nochmal alle Schellen bei den Kühlmittelschläuchen (obwohl er nochmals voll Erstaunen die Dichtigkeit selbiger kommentiert).
Gemeinsam lugen wir noch einmal nach dem Sensor der Motortemperatur. Ich orte plötzlich dort wieder rosa Spuren. Er versucht nochmals, den Sensor festzuziehen, scheitert aber. "Das beobachten wir".

So ist der kleine Lada dann wieder fertig und bereit für die nächsten paar Tage/Wochen/Monate (?). Beim Heimfahren ächzt wirklich nichts mehr, Radio spielt, Batterie reißt den Motor wieder beruhigend unsanft aus dem Schlaf. Auf der Autobahn wage ich 120 zu fahren. Der Lada hat dann die Geräuschkulisse eines Düsenjets, aber sonst... macht es wieder Spaß, das Lada-Fahren.



Km-Stand: 3.124

Freitag, 9. Januar 2015

Wie ging das nun weiter mit der Motortemperaturanzeige?

Nun ja, Professor Lada hat mir zuerst einmal Ferien gegeben über Weihnachten. Die Anzeige zeigte was sie soll, es gab keine weiteren Spuren mehr, dass wieder am Sensor Kühlflüssigkeit ausgetreten wäre. Gleichzeitig verkündete mir mein Mechaniker, dass er über WEihnachten und Neujahr auf Urlaub wäre und mein Erstservice - ist jetzt dringend fällig - daher erst nach dem 7.1. stattfinden kann. Blöd, aber selbst schuld, da zu spät angerufen, und der Lada fuhr ja brav, zeigte Temperatur, ich ließ ihn halt hie und da auch mal stehen, um Kilometer zu sparen.

Dann, ein paar Tage nach Weihnachten, fiel die Anzeige ein weiteres Mal aus. Ich war recht unbesorgt, kannte ich jetzt ja schon.

Silvester durfte Professor Lada in einer geschützten Garage zubringen. Nur so kam es, dass mir seine erneute Inkontinenz auffiel, als ich nach Neujahr wieder hinkam: Er hatte unterm Kühler ein kleines Lackerl gemacht, und von der Kühlflüssigkeit fehlte ungefähr ein halber bis ganzer cm, wenn ich mich auf meine Markierung verlassen konnte. Oje. Gleichzeitig fiel nun die Temperaturanzeige gänzlich aus, d.h. sie zeigte zu meinem Erstaunen bei Starten des Autos, das gerade 2 Tage bei Minusgraden gestanden war, knappe 90° an, um danach während der Fahrt kontinuierlich auf Null zu fallen. Interessant. Sie blieb danach bei allen weiteren Fahrten auf Null.
Inzwischen scheine ich nicht mehr Kühlflüssigkeit verloren zu haben, und mein Servicetermin steht zum 15.1.

Gestern hat der kleine Lada nach 5 Tagen stehen dann beim Starten ordentlich geröchelt, also nicht der Motor, nur die Batterie klang sehr schwächlich für eine 3 Monate alte solche... Wollen wir hoffen, dass die ausgeronnene Kühlflüssigkeit nicht schon irgendwie die Lichtmaschine geflutet hat, wie ich das gelesen habe. Zum ersten Mal zeigte das Voltmeter auch Werte unter 13 an.

Trotzdem wird jetzt mal abgewartet, ich hab schon einen ganzen Fragenkatalog für meinen Mechaniker, der wird sich freuen. ;-)

Km-Stand: 2.950

Donnerstag, 11. Dezember 2014

Es ist ein Monat vergangen; damit mein Wissen nicht einrostet, hat Professor Lada sich wieder was einfallen lassen.

Als ich schon so 20 Minuten durch die Stadt kutschierte, fiel mir auf, dass die Nadel der Anzeige für die Motortemperatur am unteren Ende der Skala blieb, die rührte sich nicht vom Fleck. Nun, der Motor war definitiv warm, soviel stand fest. Es musste also irgendwo zwischen Sensor und Instrument liegen. Da bei der Heimfahrt wieder normale Temperaturen angezeigt wurden, tippte ich auf einen Wackelkontakt.

Jetzt hieß es lernen, und zwar:
1) Ich lernte, dass das Instrument einerseits und der Kühlerlüfter andererseits and verschiedenen Sensoren hängen, d.h. trotz Ausfall des Geräts der Lüfter bei Erreichen zu hoher Temperaturen normal anspringen müsste - eine Sorge weniger.

2) Ich lernte, wo der Temperatursensor für das Instrument sitzt, nämlich hier:

Da steckt im echten Leben dann noch eine braune Hülse mit wegführenden Drähten dran, logisch.

Nach der Theorie dann die Praxis:
3) Motorhaube mal auf und Zündkerzen lokalisieren (dauert ein Weilchen, bis:)
4) Realisieren, dass das Reserverad raus muss.
5) Stockerl holen, der Lada ist zu hoch.
6) Reserveradspanner lösen, Schraube aufdrehen, Reserverad unter großem Stöhnen und Fluchen rausheben. Dabei nix zerkratzen.
7) Nochmal schauen. Zündkerzen 3 + 4 lokalisieren und das, was nicht ausschaut wie eine Zündkerze und dazwischen liegt, ist der Sensor.

Dann eine Erkenntnis: Es leuchten mir rosa Tropfspuren entgegen! Der Lada ist also auch an dieser Stelle wieder einmal nicht ganz dicht. Ich ruckle vorsichtig an dem Sensording, es scheint recht fest.
Ich beschließe, alles so zu lassen (das Instrument funktioniert jetzt wieder wie gewohnt), nur die rosa Tropfspuren zu beseitigen, damit ich nächstes Mal sehen kann, ob hier dauerhaft Kühlmittel rausgedrückt wird. Mit Ohrwattestaberln, einem Pinselchen, Wasser und einigen Verrenkungen tupfe ich die rosa Spuren weg.

To be continued... die Lektion ist natürlich noch nicht zu Ende, aber die Erkenntnis: Ich brauch Werkzeug.

Schnell noch, als Wiederholung vom letzten Mal, die Zündspule lokalisiert und benannt. Professor Lada nickt wohlwollend. Bis zur nächsten Unterrichtseinheit!

Km-Stand: 2700.