Begonnen hat die Aktion mit dem Wassereintritt durch die
Windschutzscheibe und dem Hinweis im Schrauber-Forum, man solle nach selbigem
Ereignis die Dämmschutzmatten im Fußraum im Auge behalten.
Dass ich solchene besitze, war mir allerdings noch nicht
einmal ins Auge gestochen. Ich habe also an einem trockenen Freitagabend die
Gummischalen bei der Fahrerseite entfernt. Darunter befindet sich so ein
gewebeartiges schwarzglänzendes Plastik, das auch hinter dem Handschuhfach und
überall sonst im Lada zu finden ist. Dass dieses Material hinten ein
Dämmmaterial hat, wusste ich schon aus dem Handschuhfach – tatsächlich,
selbiges befindet sich auch im Fußraum. Rundherum an den Rändern ist es mit Hartplastik
abgedeckt und mit 3 Schrauben angeschraubt.
An einer freien Stelle wagte ich einmal die Finger unter die
Plastikoberfläche im Fußraum zu bohren, um das Dämmmaterial darunter auf
Feuchtigkeit zu prüfen. Viel prüfen musste ich da allerdings nicht, mit einem
ekelerfüllten Kreischen zog ich die Hand zurück – das Dämmzeugs war nicht nur
feucht, sondern triefnass, ölig, grausig, igitt!
Panik machte sich breit, die Niva Diva hat sich nass gemacht
und muss trockengelegt werden! Wie? Mir fiel nur ein, dass dieses Zeug, das an
dieser Stelle einfach nie und nimmer trocknen kann, mal raus muss, getrocknet
werden muss, dann wieder eingesetzt werden kann.
Mit Schraubenzieher bewaffnet kehrte ich am nächsten Tag
zurück, bei Tageslicht. Meine erste Schrauberhandlung, ... ich war so aufgeregt,
dass ich kaum schlafen konnte. Dann ruckzuck: Sitz zurück, die 3 Schrauben
losgeschraubt und untersucht, ob diese Dämmmatte sich nun bewegt. Ja tut sie.
Unter den Sitzschienen ist sie auch, mit viel Einfühlungsvermögen bekam ich sie
rausgepfriemelt. Dann noch überall unter dem Hartplastik hervorziehen, bisschen
biegen, und voilà, ich halte es in der Hand, das unglaublich schwere (weil voll
Wasser), triefende, stinkende, dreckige, ölige Zeug. Als ich mich noch
verzweifelt umschaute, wo ich das jetzt zum Trocknen hinlegen kann, ging es
*klackklackklack* und ich stellte fest, dass dieses Gewebematerial lang nicht
so elastisch ist wie angenommen, im Gegenteil, es brach und knickte an mehreren
Stellen. Toll. Erste Schrauberei und schon was ruiniert. Schlussendlich landete es
in meiner Wohnung zum Trocknen (das wird voraussichtlich so 2, 3 Monate
dauern).
Die Niva Diva war jetzt jedenfalls nackisch untenrum und ich
konnte die am Boden festgeklebten Kabelstränge bewundern.
Ebenso die abgebrochene Schraube, die mit dem scharfkantig abgerissenen Gewinde zuunterst das Blech des Fußraums zu durchbohren suchte (was ihr verwunderlicherweise noch nicht gelungen war).
Rost war noch keiner zu sehen. Liebevoll bedeckte ich die nackische Niva Diva mit den normalen Fußraum-Gummimatten.
Ebenso die abgebrochene Schraube, die mit dem scharfkantig abgerissenen Gewinde zuunterst das Blech des Fußraums zu durchbohren suchte (was ihr verwunderlicherweise noch nicht gelungen war).
Rost war noch keiner zu sehen. Liebevoll bedeckte ich die nackische Niva Diva mit den normalen Fußraum-Gummimatten.
Gefahren ist sie genauso flüsterleise, vibrationsarm und
wärmegedämmt wie immer – was bin ich froh, dass diese Matte kein tragendes Teil war!
(Weiß man ja nicht so genau). Jetzt heißts Ersatzmaterial suchen oder
überlegen, ob für die Niva Diva FKK nicht vielleicht sowieso besser geeignet ist.
Km-Stand: 4970.
P.S.: Meine Motortemperaturanzeige geht seit ca. einer Woche bei jeglicher Fahrt einwandfrei.
P.S.: Meine Motortemperaturanzeige geht seit ca. einer Woche bei jeglicher Fahrt einwandfrei.


