Seit einiger Zeit schon zickt die Niva Diva wieder mal, in der letzten Woche, kaum dass sie mit ihren 10.000km erwachsen geworden ist, hat sich das Problem verstärkt:
Vor einigen Wochen passierte es, dass ich startete, die Diva sprang brav an, dann ging ihr aber irgendwie die Puste aus, sie stotterte und schüttelte sich, fast starb sie ab - dann derfing sie sich wieder und alles war normal. Ein einziges Mal passierte das, dann wochenlang nichts.
Ich behielt es im Hinterkopf - nichts bedeutet nichts! Das weiß ich langsam schon.
Tja, und in den letzten 2 Wochen verstärkt sich das Problem zusehends. Zwar nicht jedesmal, aber immer öfter und öfter, stirbt sie gleich nach dem Anstarten fast ab. Einmal tatsächlich auch ganz. Nein, irgendwas stimmt hier definitiv nicht!
Gut, dass ich ja sowieso zum 10.000er Service muss!
Meine Schilderung rief beim Service-Termin allerdings nur etwas ratlose Blicke hervor. Ob vielleicht ein Marder (immer ein guter Tip ;-) - nö.
Es wurden flugs die Zündkerzen ausgetauscht, vielleicht wars ja das. Im warmen Zustand sprang die Diva immer problemlos an.
Tja, der nächste Morgen zeigte: Die Zündkerzen waren es nicht. Wieder das gleiche verzweifelte gurgeln des Motors.... also wird die Diva leider demnächst ein paar Tage im Auto-Spital bleiben müssen, bis der Fehler gefunden ist.
Sonst wurde beim Service noch gemacht:
Öl getauscht, Ölfilter gewechselt, Luftfilter, Trommelbremsen zerlegt und kontrolliert, die Bremsbeläge angeschliffen, dann eben die Zündkerzen getauscht und ein Schluck Kühlflüssigkeit nachgefüllt. Außerdem bekam sie eine neue Reserverad-Gummihalterung (eine war abgerissen).
Das Gummiband der Reserveradhalterung ist einen kurzen Exkurs wert ;-) :
Ich hatte mich noch gefragt, wie man die wohl austauschen kann, die Gummibänder. Das dicke fette Gummiband ist mit Drahtbügeln fix verbunden. Der Drahtbügel wiederum wird auf der einen Seite in das Loch der Reserveradfelge gehakt, auf der anderen Seite steckt der Bügel fest in einem gebogenen Stück Metall des Motorraums, der das Reserverad quasi stützt. Der Bügel ist dort nicht nur einfach eingehakt, sondern das Blech ist so rundelum gebogen, dass man ihn nicht z.B. einfach ausfädeln könnte (das wäre wohl zu simpel). Wie kriegt man das Gummibnd also ab, fragte ich mich immer schon. Und jetzt weiß ichs: Hammer, Meißel, und los gehts! Klopf klopf klopf wurde auf den Bügel eingehämmert, bis er seine gebogene Metallhalterung aufbiegt und zu lösen ist. Neues Gummiband: klopf klopf klopf, wieder hineingedremmelt. Aaah. So einfach!
Nachdem dann das Service fertig war und das Reserverad wieder festgezurrt werden sollte - mit dem neuen Gummiband - herrschte zunächst Ratlosigkeit... zu kurz! Tatsächlich war das Ding, obwohl gleiche Teilenummer wie das alte, schlicht und einfach gute 3cm kürzer. Also ging es wieder: klopf klopf klopf.... der nächste Kandidat hatte dann die richtige Länge. Reserverad wieder fest verschnürt an seinem Platz!
Km-Stand: 10.700.