Heute wurde es so richtig ernst mit dem Hängerziehen. Die Niva Diva durfte ein richtiges Ross (kein so kleines Pony wie zuvor) transportieren, nämlich meins. Alles in allem so ca. 1400kg hängen wir der Niva-Diva hintendran. Ja, ein kleines bisschen in die Knie geht sie schon.
Zusätzlich braucht man für so einen Wanderreiturlaub einiges.... Sattel, Pad, Unterpad, Sattelgurte, Gamaschen, Halfter, Zaumzeuge, Hufschuhe [ja sowas gibts], Putzzeugs, Seile, Stricke, Futter, Decken, Heunetz, Tröge, Erste-Hilfe-Zeugs, ganz zu schweigen von der reiterlichen Ausstattung wie Helm, Hut, dicke Jacke, dünne Jacke, Stallstiefel, Handschuhe, und und und und und... ja jedenfalls war die Niva Diva zusätzlich zu ihrer Last hintendran auch noch bis unters Dach angepampft. Plus 2 Menschen, uns musste sie ja auch noch schleppen.
So ausgestattet ging die große Reise los, von Wien nach Oberösterreich - rauf auf die Mühlviertler Alm.
Die erste Hälfte war mal Autobahn, das meisterte sie bravourös. Dann noch ein bisschen überland... und dann wirds ernst. Ich biege ab Richtung Alm, und sofort gehts steil nach oben.
Blöd dass ich keine Gelegenheit hatte, die Untersetzung rein zu tun.
Die Diva ächzt, die Diva stöhnt, ich fluche, jammere und wimmere mit dem Motor um die Wette, der sich bei der Steigung schon in der 2. zu sehr plagt. Selbst in der 1. stehen wir fast und ich kriege echt kurz Angst, dass ich mein Auto nun ruiniere.
Dann eine rettende Busstation, in die ich mich mit dem Hänger einparken kann. Schnell die Untersetzung rein. Die Diva und ich seufzen gleichermaßen erleichtert auf. Vorsichtig anfahren, bergauf. Hinten wird das Pferd unruhig und fängt an zu trampeln, der HÄnger wackelt, die Diva auch... und zieht an, und siehe da... fast spürt man nichts von der hinten hängenden Last, fröhlich beschleunigt sie bergauf noch.
Gut ene Stunde müssen wir auf den Serpentinen, rauf und runter, zurücklegen, überhaupt kein Problem mehr. Sie schwitzt nicht einmal besonders, der Lüfter kühlt nicht öfter als in der Stadt (und weit weniger als im Stau). Eine Polizeistreife schaut uns etwas entgeistert hinterher.
Das letzte Stück zur anvisierten Alm gehts dann noch kurvig, extra steil und mit losem Schotter auf den Parkplatz. Puh, denke ich. Aber auch hier: Kurz merkt man, dass es anstrengend wird, aber sie meistert das ganz souverän.
Am Parkplatz werden wir vom Vermieter in Empfang genommen. Der fährt einen fetten Dodge-RAM, auf dessen Rückbank die Diva vermutlich zur Gänze Platz hätte... und er fratschelt uns erstmal über mein Auto aus, witzig.
Eine Woche später kommen wir übrigens problemlos auch wieder nach Hause. Also: Erste Feuerprobe gemeistert!
